Fragebogen - www.oliver-poetzsch.de

Wo schreiben Sie?

Die meiste Zeit schreibe ich oben in unserem Schlafzimmer. Ich hatte mal ein eigenes Büro, aber das hatte zur Folge, dass meine Arbeitsunterlagen immer an drei Orten verteilt waren: Im Büro, im Sender und zu Hause. Mittlerweile findet meine Frau das nächtliche Tippen sogar beruhigend. Ansonsten habe ich einen Laptop, den ich in den Urlaub mitnehme, um vormittags zu schreiben. Dafür bin ich dann nachmittags ein lieber, ausgeglichener Papa, der drei Stunden am Strand liegen kann, ohne irgendwas zu tun.

 

Wann schreiben Sie?

Bei meinem ersten Buch habe ich meistens abends nach der Arbeit geschrieben, was eine ziemliche Disziplin voraussetzt. Mittlerweile schreibe ich immer vormittags, rasiert und mit frischem Hemd, so als säße ich im Büro. Ich setze mich um 9 Uhr morgens hin und nehme mir bis 13 Uhr so vier bis sechs Seiten Rohfassung vor. In dieser Zeit darf mich keiner stören. Nachmittags bin ich für die Kinder zuständig und überarbeite, überarbeite, überarbeite …

 

Wie kommen Sie auf Ihre Ideen?

Ich habe mir schon als Kind und Jugendlicher ständig Geschichten ausgedacht, meistens für Fantasy-Rollenspiele. Ideen habe ich eigentlich überall. Unter der Dusche, in der U-Bahn, beim Wandern. Mein Problem ist eher, wie ich meine vielen Ideen strukturiere.

 

Fangen Sie erst zu schreiben an, wenn Sie eine fertige Handlung haben oder entsteht die Handlung beim Schreiben?

Ich habe ein grobes Konzept von etwa sechs Seiten. Während des Schreibens entstehen dann oft Ideen, die die weitere Handlung betreffen. Die arbeite ich dann in das Konzept ein. Aber am spannendsten ist es immer noch, wenn man sich gemeinsam mit seinen Figuren einen Ausweg überlegen muss. Ich glaube, meine Protagonisten sind oft ziemlich sauer auf mich, ständig lege ich ihnen Hindernisse in den Weg. Da ist es doch nur gerecht, wenn wir zusammen eine Lösung suchen.

 

 


top